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![]() Straubing - ein Erlebnis Die altbayerische Herzogsstadt Straubing liegt an der Donau und gilt als eines der Haupteingangstore zum Naturpark Bayerischer Wald. Ein Aufenthalt in Straubing wird zu einer spannenden Begegnung mit der über 8000-jährigen Siedlungsgeschichte, wie zahlreiche Funde im Gäubodenmuseum beweisen. Wahrzeichen Straubings ist der Stadtturm (14. Jh.), der den 600 m langen gotischen Stadtplatz in zwei Hälften teilt. Sehenswert sind auch die Kirchen: die romanische Basilika St. Peter (um 1180), umgeben von einem der bedeutendsten Friedhöfe im deutschsprachigen Gebiet mit Grabdenkmälern vom 14. bis zum 19. Jahrhundert, die spätgotische Hallenkirche St. Jakob (Baubeginn um 1400), die um 1700 barockisierte Karmelitenkirche sowie das letzte gemeinsame Werk der Gebrüder Asam, die Ursulinenkirche (1736-1741). Gleich in der Nähe befindet sich das Herzogsschloss, in dessen Innenhof alle 4 Jahre die Agnes-Bernauer-Festspiele aufgeführt werden. Ein Erlebnis ist auch die „Fünfte Jahreszeit“, wenn die Straubinger das zweitgrößte und zweitälteste Volksfest Bayerns, das Gäubodenvolksfest, verbunden mit der Ostbayernschau, feiern. Neben vielerlei Freizeit- und Sportanlagen bietet Straubing die bekannte Trabrennbahn. Für Familien mit Kindern ist auch ein Besuch im Tiergarten, übrigens dem einzigen in Ostbayern, mit etwa 1.700 Tieren in 200 Arten, oder ein Aufenthalt im Erlebnisbad AQUAtherm ideal. Theateraufführungen, Konzerte, Ausstellungen und ein abwechslungsreiches Stadtführungsprogramm runden das Freizeitangebot ab. Straubings gepflegte Gastronomie und Hotellerie bietet für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel genau das Richtige.
Kulturelle
und sportliche Angebote in Straubing:
Stadtführungen: Amt für Tourismus, Theresienplatz 20, 94315 Straubing, Telefon: 09421/944307 Das Amt für Tourismus bietet eine Vielzahl von Stadtführungen unterschiedlicher Dauer an, wie z. B. Turmführungen, Museumsführungen, Stadtführungen mit Besichtigung zweier Kirchen und des Römerschatzes im Gäubodenmuseum.
Sehenswertes:
Basilika St. Jakob Der Baubeginn der dreischiffigen Hallenkirche mit Kapellenkranz und Chorumgang, ein "spätgotisches Meisterwerk der Kirchenbaukunst", fällt in das ausgehende 14. Jahrhundert. Als Baumeister der Backsteinkirche gilt Hans von Burghausen. Die Innenausstattung der päpstlichen Basilika reicht von der Gotik bis zur Neuzeit. Herausragende Beispiele sind der spätgotisch-neogotische Altar, die Grabdenkmäler, die Rokoko-Kanzel und die Glasfenster, darunter das „Moses-Fenster“ nach Entwurf von Albrecht Dürer. Tagsüber geöffnet. Basilika St. Peter Um 1180 errichtete das Augsburger Domkapitel im alten Siedlungskern Straubings eine dreischiffige Pfeilerbasilika, die auf Resten eines römischen Kastells und karolingisch-ottonischer Kirchbauten steht. St. Peter besitzt zwei wertvolle romanische Tympanons, birgt im Innern einen romanischen Christus (um 1200) und eine ergreifende Pietá (um 1340). Der ummauerte Friedhof mit Grabmälern vom 14. bis zum 19. Jahrhundert gehört zu den bedeutendsten und schönsten Friedhofsanlagen im deutschen Sprachraum. Im Friedhof beeindrucken die gotische Kapelle Unserer Lieben Frau, die Agnes-Bernauer-Kapelle mit dem Rotmarmor-Epitaph der Bernauerin und die Seelenkapelle mit Totentanzfresken des Straubinger Malers Felix Hölzl (1763). Ursulinenkirche 1691 gründete der Orden der Ursulinen in Straubing ein Bildungsinstitut für Mädchen. Von 1736 bis 1741 schufen die berühmten Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam als letztes gemeinsames Werk die Klosterkirche, die in einem einzigartigen Zusammenklang von Architektur, Skulptur und Malerei den Übergang vom Barock zum Rokoko zeigt. Karmelitenkirche 1368 ließ sich der Bettelorden der Beschuhten Karmeliten in Straubing nieder. Die Karmelitenkirche Hl. Geist, eine dreischiffige Hallenkirche mit einem typisch spätgotischen "durchlichteten Saalraum" und einem Mönchschor, erwuchs in mehreren Bauphasen bis 1430; als Baumeister wirkten wohl Hans Krumenauer und Hans von Burghausen. Die Kirche, die hervorragende Grabdenkmäler der Spätgotik und der Renaissance birgt, wurde 1700 durch Wolfgang Dientzenhofer barockisiert. Stadtturm Der 68 m hohe, achtgeschossige Feuer- und Wachtturm wurde 1316 grundgelegt und bis in das 16. Jahrhundert mit Türmerwohnung und fünf Spitzen ausgebaut. Er ist das Wahrzeichen Straubings. Von oben eröffnet sich ein herrlicher Blick auf die mittelalterliche Stadtanlage, die Donau, den Bayerischen Wald und den Gäuboden. Gäubodenmuseum: Fraunhoferstr. 9, 94315 Straubing, Telefon: 09421/974110 Die Anfänge des Gäubodenmuseums reichen in das Jahr 1845 zurück. Nach Unterbringung der Sammlungen im Pulverturm und im östlichen Anbau des Stadtturms verlegte man die erheblich angewachsenen Bestände 1908 in das ehemalige Patrizierhaus Fraunhoferstr. 9. Der Ankauf von zwei anschließenden Bürgerhäusern erlaubt seit 1982 die großzügige Neuaufstellung der Sammlungen. Während die archäologischen Bestände des Museums einen Überblick über die Besiedelung des Straubinger Raums von der Jungsteinzeit bis hin zu den Anfängen der bayerischen Landesgeschichte geben, zeigt die Abteilung „Sakrale Kunst“ einen Querschnitt des Kunstschaffens in und um Straubing von der Romanik bis zum Rokoko sowie Formen der Volksfrömmigkeit. Unter dem Titel „Unter Kurfürst und König“ behandelt die Abteilung zur Stadtgeschichte die Rolle Straubings im Kurfürstentum Bayern unter den Auswirkungen und Folgen der Gegenreformation bis hin zum Ende des Königreichs 1918. Die herausragendste Objektgruppe im Gäubodenmuseum bildet neben den reichen bajuwarischen Funden, welche wichtige Erkenntnisse vom Übergang von der Spätantike zum Mittelalter in Bayern vermitteln, der römische Schatzfund. 1950 geborgen, umfasst er Teile römischer Paraderüstungen, Waffen, Bronzestatuetten und Eisengeräte und ist einzigartig im Gebiet des Imperium Romanum. Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 10.00 - 16.00 Uhr Tiergarten: Lerchenhaid 3, 94315 Straubing, Telefon: 09421/21277, www.tiergarten.straubing.de Der Straubinger Tiergarten ist ein Schmuckstück der Gäubodenmetropole. Volieren, Gehege, Tierhäuser sind in eine wunderschöne alte Parkanlage eingebettet. Schattige Wege und ausreichend Rast- und Ruheplätze bieten den Besuchern Gelegenheit, in erfrischender Atmosphäre die Natur zu genießen. Auf einer Gesamtfläche von 18 ha werden hier etwa 1.700 Tiere in 200 Arten gepflegt. Sie finden bei uns exotische und einheimische Wildtiere und seltene vom Aussterben bedrohte alte Haustierrassen. Eine Besonderheit ist das Danubium (benannt nach dem lateinischen Namen der Donau) - ein eigens für die Erhaltung der heimischen Flora und Fauna angelegtes Feuchtbiotop. Das hier erbaute Donauaquarium zeigt einen repräsentativen Artenquerschnitt durch die Unterwasserwelt der Donau. Der Tiergarten ist ganzjährig geöffnet: in den Sommermonaten von 08.30 bis 18.00 Uhr, im Winter von 09.00 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit. Trabrennbahn: Ejadonstr. 45, 94315 Straubing, Telefon: 09421/3777, www.trabrennbahn-sr.de Ostbayerns größte Trabrennbahn mit Flutlichtanlage, Elektronentoto und Rennverfilmung. Gruppenführung an Vormittagen nach Anmeldung. Erlebnisbad „AQUAtherm“: Mit Thermal- und Mineralwasser aus der staatlich anerkannten Heilquelle Sorviodurum Wittelsbacher Höhe 50/52, 94315 Straubing, Telefon: 09421/864444, www.stadtwerke-straubing.de Hallenbad (geöffnet von Mitte September bis Mitte Mai) mit: 25-m-Schwimmerbecken - 6 Bahnen - 28° 2 Warmwasser-Freibecken - 35° Nichtschwimmerbecken - 28° mit Spaßbereich Dampfsauna, Finnische Sauna, Kräuter-Sanarium, Solarien u.v.m. Freibad (geöffnet von Mitte Mai - Mitte September) mit: 50-m-Schwimmerbecken Springerbecken mit 10-m-Turm 80-m- Großwasserrutsche, Strömungskanal Wasserspeiern, Massagebrunnen, Abenteuerbereich, große Liegewiese, Terrassen-Restaurant u.v.m. Die Freibecken werden mit warmen Mineral- und Thermalwasser gefüllt, so dass während der ganzen Freibadsaison bei warmen Temperaturen geschwommen werden kann. Die Becken im Hallenbad werden mit Ozon aufbereitet. Straubing Tigers: Geschäftsstelle: Landshuter Str. 23, 94315 Straubing, Telefon: 09421/569569, www.tigershockey.de Eisstadion: Am Kinseherberg 23, 94315 Straubing Ticket Point / Fan Shop: Einkaufspassage Gäubodenpark, Hebbelstr. 14, 94315 Straubing, Telefon 09421/974406 Die Geschichte des Eishockeysports in Straubing begann schon Anfang der 40er Jahre, als einige Jugendliche auf einem Eisweiher in der Nähe des Pulverturms eishockeyähnliche Spiele austrugen. Nach dem Krieg gründete dann der TSV 1861 Straubing eine eigene Eishockeyabteilung und in der Saison 1947/48 bestritt der Verein seine ersten Punktspiele beim EV München (1:0) und vor über 2.000 Zuschauern gegen den SV Donaustauf (2:0). Der TSV stieg somit in die Landesliga auf. Den größten Erfolg der Clubgeschichte erreichten die heutigen Straubing Tigers in der Saison 2005/2006 mit dem Aufstieg in die DEL. Seitdem spielen die Straubing Tigers in der 1. Eishockey Bundesliga und ziehen tausende auswärtige Fans in die stolze Gäubodenstadt.
Veranstaltungen:
Agnes-Bernauer-Festspiele (alle 4 Jahre Mitte Juni bis Mitte Juli) Jazz an der Donau (Mitte Juli) Gäubodenvolksfest mit Ostbayernschau (11 Tage Mitte August) „BLUVAL“ – Internationales Musikfestival (Anfang September bis letzter Samstag im September) Christkindlmarkt mit Wintermärchenwald (Ende November bis 23. Dezember) Ausflug: Fahrt auf den Bogenberg (ca. 15 km von Straubing entfernt): Der Bogenberg hat als Ausflugsziel viel zu bieten. Zum einen hat man eine sehr schöne Aussicht in den Bayerischen Wald und die Donauebene. Zum anderen lohnt der Besuch des Kreis- und Heimatmuseums im ehem. Pfarrstadel (Öffnungszeiten: 15.04-15.10 Mi + Sa 14.00 - 16.00 Uhr, Sonn- und Feiertage 10.00 - 12.00 und 14.00 - 16.00 Uhr, Gruppen können auch außerhalb der Öffnungszeiten angemeldet werden) und der Wallfahrtskirche Hl. Kreuz und Mariae Himmelfahrt (Führungen nach Voranmeldung möglich). Ein besonderes Ereignis ist die über 500-jährige „Wallfahrt mit der langen Stang“ zum Gnadenbild „Maria Gravida“ alljährlich am Pfingstsonntag.
Vielen Dank
an Frau Kulik-Niemczyk vom Amt für Tourismus für
diesen Text.
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